Wer wir sind

Die Schwerter-zu-Pflugscharen-Allianz ist eine unabhängige Dachorganisation von Friedensinitiativen und engagierten Ein- zelpersonen, die sich für Gewaltfreiheit, Dialog und verantwort- liche Sicherheitspolitik einsetzen. Wir bündeln unterschiedliche Perspektiven aus Zivilgesellschaft, Kirche, Wissenschaft und lokaler Friedensarbeit, um gemeinsame Impulse für eine friedlichere Welt zu geben.

Unser Netzwerk lebt von der Vielfalt und dem großen Erfahrungsschatz seiner Akteurinnen und Akteure. Auf dieser Seite finden Sie unsere Kurzporträts, Ansprechpartner und Kontaktmöglichkeiten sowie das Statut, das wir uns gegeben haben.

Martin-Luther-King-Zentrum Werdau

Das Martin-Luther-King-Zentrum für Gewaltfreiheit und Zivilcourage wurde 1998 in Werdau gegründet. Initiatoren waren Vertreter der Friedensbewegung und der Konfliktforschung aus Ost- und Westdeutschland sowie engagierte Jugendliche vor Ort. Das Zentrum knüpft an die Friedens- und Bürgerbewegung in der DDR an. In seiner Arbeit orientiert sich das Zentrum am Leitgedanken gewaltfreier Konfliktlösung sowie an den Impulsen der Friedensbewegung und der Friedlichen Revolution von 1989. Es setzt sich zum Ziel, Radikalisierung, Gewalt und Militarisierung in der Gesellschaft entgegenzuwirken. Zugleich sollen die Erfahrungen mit diktatorischen Strukturen und deren Überwindung vor allem jungen Menschen helfen, demokratisches Verantwortungsbewusst-sein zu entwickeln und Extremismus sowie Gewalt entschieden zurückzuweisen. Das Martin-Luther-King-Zentrum ist das einzige seiner Art in Deutschland. Weitere Martin-Luther-King-Zentren bestehen in Atlanta-Georgia/USA und Havanna/Kuba. 

Das Zentrum versteht sich als Aufarbeitungsinitiative für Oppositions- und Repressionsgeschichte in SBZ und DDR. Es beherbergt das Archiv der Bürgerbewegung Südwestsachsens, das sich vor allem auf den ehemaligen Bezirk Karl-Marx-Stadt konzentriert. Dort werden Schriftstücke, Fotografien und Objekte gesammelt und bewahrt, die oppositionelles Handeln und Erfahrungen von staatlicher Verfolgung dokumentieren. Die Ergebnisse dieser Sammlung und Dokumentation fließen in politische Bildung, Forschung, Ausstellungen, Projekte und Publikationen ein. Zudem kann eine Dauerausstellung zum Thema „Opposition, Repression und Friedliche Revolution in der DDR – Der Weg zur Einheit“ besichtigt werden, die professionell nach modernen museumspädagogischen Grundsätzen gestaltet wurde.

Illustration: (c) Martin-Luther-King-Zentrum
 

Harald Bretschneider

Harald Bretschneider zählt zu den prägenden Persönlichkeiten der kirchlichen Friedensarbeit in der DDR. Der Theologe wurde 1979 Landesjugendpfarrer in Sachsen und entwickelte die Kirche zu einem zentralen Schutzraum für junge Menschen, die nach Alternativen zur staatlichen Militarisierung suchten.

Harald Bretschneider war einer der maßgeblichen Initiatoren des Symbols „Schwerter zu Pflugscharen“, die zum Leitmotiv einer ganzen Generation wurde. Unter seiner Leitung entstanden Jugendseminare, Friedenswerkstätten und kritische Gesprächskreise, die staatlich misstrauisch beäugt, aber nicht zu brechen waren. Im Herbst 1989 wirkte Bretschneider als wichtiger Vermittler zwischen Opposition, Kirche und Behörden. Sein Engagement für gewaltfreie Konfliktlösung, Transparenz und Dialog trug mit dazu bei, dass die Friedliche Revolution friedlich blieb.

Bis heute steht er für eine konsequente, glaubwürdige Friedensethik jenseits politischer Moden und für den Mut, zivile Konfliktbearbeitung gegen Rüstungslogik und Abschreckung zu verteidigen.

Foto: (c) privat

Friedensbündnis Kamenz

Wir sind ein parteipolitisch unabhängiges Friedensbündnis. Wir engagieren uns, keine Art von Krieg zu unterstützen und an der Beseitigung aller Kriegsursachen mitzuarbeiten. Gewalt als Mittel der Konfliktlösung wird von uns abgelehnt. Die aktive Verteidigung humanistischer Grundwerte und der Menschenwürde sind unsere Ziele. Jeder Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit.

Illustration: (c) Friedensbündnis Kamenz

Bündnis Friedenskorn - Gemeinsam für Frieden

Wir haben uns im Mai 2023 in Thiendorf, nahe       brandenburgisch-sächsischen Grenze im Landkreis Meißen gegründet. Ins Leben gerufen wurden aus der Not heraus - wegen der proklamierten Kriegstüchtigkeit und der real zunehmenden Militarisierung unserer Gesellschaft. In monatlichen Treffen tauschen wir unsere Erfahrungen aus, führen gemeinsame Aktionen durch oder planen gemeinsame Friedensaktivitäten, etwa zur jährlichen Ökumenischen Friedensdekade. Unser Leitgedanke: Willst du etwas bewegen, dann suche dir Verbündete!

Kontakt: Bernd Naumann
Kamenzer Str. 9, 01561 Thiendorf 
Tel. 0152-07381380, amager@t-online.de 

Foto: (c) privat

Leipzig bleibt friedlich!

Was Leipzig 1989 gelungen ist, hat Weltgeschichte geschrieben. Auf der einen Seite standen tausende Menschen mit Kerzen und Transparenten, die friedlich demonstrierten und dennoch entschlossen Widerstand leisteten. Auf der anderen Seite standen waffenstarrende Sicherheitskräfte und Funktionäre. Und trotzdem blieb es friedlich.Leipzig trug entscheidend zum Fall der Berliner Mauer bei. - Der Erfolg der Friedlichen Revolution gründet auf Dialog zwischen den Lagern und auf Gewaltfreiheit. 

Das Erbe der Friedlichen Revolution reiht sich ein in andere große gewaltfreie zivilgesellschaftliche Errungenschaften wie den Marsch der schwarzen Bürgerrechtsbewegung auf Washington oder den gewaltfreien Widerstand in Indien unter Mahatma Gandhi. Dieser Geist soll auf kommende Generationen ausstrahlen und helfen, die Krisen unserer Zeit zu bewältigen. Deshalb wollen wir Leipzig als Weltfriedensort etablieren - einen Ort, der glaubwürdig und aktiv zu einer friedlicheren Welt beiträgt.

Die Erfolge zeigen, dass unser Weg Wirkung entfaltet: Wir haben - vor allem diplomatisch - erfolgreich gegen die geplante Ansiedlung von Lockheed Martin/Sikorsky am Flughafen Leipzig protestiert. Unsere Friedensgebete in der Leipziger Nikolaikirche, gemeinsam mit Persönlichkeiten wie Margot Käßmann, Wolfgang Kaleck, Gerhard Schöne, Hans-Eckardt Wenzel oder Bischof Kukah, haben Tausende erreicht. Und vielleicht sind auch wir uns schon begegnet - etwa in Form des riesigen Graffitis „Schwerter zu Pflugscharen!“ zwischen Leipzig und Dresden an der A14 in Richtung Osteuropa.

Logo: (c) Leipzig bliebt friedlich!

Lebensraum "Miriqidi"  Friedebach/Erzgbirge

Unser Berghof liegt zwischen Wiesen und Wald, dem ehemaligen Miriquidi, was übersetzt "Wilder Wald" heißt. Der Erzgebirgswald war dicht und wild und unbegehbar, ehe er vor ca. 1000 Jahren abegholzt wurde. Seit 20 Jahren ist der Hof geöffnet für Möglichkeiten der Begegnungen auf vielen Ebenen. Es finden Seminare, Jugendarbeit, Vorträge, Tanz, Lesungen und Konzerte statt. Der Hof ist auch ein Ort der Heilung durch die Natur, Menschen kommen hier zur Ruhe, erinnern sich an ihr Herz und können einander auf friedliche Art begegnen. Friedensarbeit beginnt auch tief in uns selbst. Dafür ist dieser Ort bestens geeignet. Ich versuche, ihn zu hüten und zu erhalten. 2004 haben wir auf 14 Hektar Feld Wald gepflanzt - keine Holzplantage. 

Miriam Gudrun Sieber, Freiberger Straße 36, 09619 Friedebach

Foto: (c) privat

Gerhard Gey
langjähriger Landrat, i.R.

Als ehemaliger Landrat in der Zeit von 1990 bis 2015 habe ich mich weniger als Politiker, sondern mehr als Manager, Moderator und Vermittler auf der kommunalen Ebene verstanden. Gerade in den ersten Jahren nach der deutschen Wiedervereinigung, aber auch später, galt es immer wieder Konflikte zu lösen beziehungsweise zu schlichten. Ich denke, dass das auch ein Hintergrund für meine Grundhaltung ist, dass Gewalt kein geeignetes Mittel sein kann, um Konflikte zu lösen, sondern dass der Weg vor allem über Vermittlung, Gespräche, über Diplomatie zum Erfolg führt. Das gilt auch für die sogenannte „rechtserhaltene“ Gewalt, wie sie derzeit vom Rat der Evangelischen Kirche Deutschlands propagiert wird.

Ich bin überzeugt, dass der Krieg in der Ukraine hätte vermieden werden können. Dafür gibt es ausreichend Belege. Und dieser Krieg wird auch nicht mit immer mehr Waffen, sondern nur auf diplomatischem Wege beendet werden können. Leider setzt die derzeitige Politik in Deutschland und in der EU vordergründig auf eine militärische Lösung. Diesen Weg halten wir für falsch, zumal er einhergeht mit einer militärischen Aufrüstung, mit der sich Deutschland jetzt schon sowohl finanziell als auch materiell überhebt. Es muss einen anderen Weg geben und den gibt es auch!

Deshalb haben wir 2023 die parteiunabhängige Friedensinitiative „Frieden wagen“ im Muldental gegründet, um für friedliche, diplomatische Lösungen zu werben. Den Muldentaler Friedensappell haben wir bereits mehrfach mit bisher über 1000 Unterschriften an den Bundestag und die Bundesregierung gerichtet.

Was wir brauchen ist eine neue Friedensordnung in Europa!

Wir bitten um Unterstützung für unsere und die weiteren Friedensinitiativen!

Foto: (c) privat

Planet des Friedens, Initiativgruppe Bautzen

Wie schaffen wir es, als Friedensbewegung gesehen zu werden? Und wie können wir weitere Menschen dafür begeistern, sich öffentlich für eine friedliche Welt einzusetzen?

Mit unserer Kunstaktion „Planet des Friedens“ möchten wir im Rahmen von öffentlichen Veranstaltungen mit unserem 11 x 16 Meter großen Bodenbanner „Planet des Friedens“, einem Weltpuzzle, bestehend aus 72 handbemalten Bettlaken, eine breite Aufmerksamkeit erreichen. Über 70 Menschen aus dem ganzen Land haben im Sommer 2024 gemeinsam wochenlang an diesem großen Kunstwerk gearbeitet, beseelt und getragen von der Hoffnung auf Frieden. Diese Zeit unseres Projekts hat uns gezeigt, was Gemeinschaft bedeutet: Wir Menschen können Wunder- bares vollbringen, wenn wir zusammen halten und uns einig sind! Dieses Gefühl von Gemeinschaft mit anderen zu teilen und es wie eine Welle über das ganze Land zu verbreiten, ist Anliegen unserer Kunstaktion.

Deshalb: Lasst uns gemeinsam eine Friedensveranstaltung planen! Gern kommen wir mit einigen Mitgliedern unserer Gruppe zu Euch, in Eure Stadt, und präsentieren unseren „Planet des Friedens“ auf dem Boden eines öffentlichkeits- wirksamen Platzes. Unsere Aktion verschafft Besuchern und Gästen ein ganzheitliches Kunsterlebnis und lässt gemeinsam erspüren, wie kostbar und doch wie bedroht unsere Erde ist.

Wichtige Bestandteile unserer Aktion sind:

  • Platzieren von gebastelten Friedenstauben auf unserem Weltpuzzle
  • Menschenkette rund um den „Planet des Friedens“
  • gemeinsames Singen mit unseren Musikern
  • Unterhaltung für Kinder

Nur im Miteinander fühlender Herzen wird es uns möglich sein, unsere Welt von morgen zu einer friedlichen zu machen. Unsere Kampagne „Planet des Friedens“ möchte auf diesem Weg ein Baustein sein. 

Illustration: (c) Planet des Friedens

Horst Rasch,
Sächsischer Innenminister a.D.

Horst Rasch ist ehemaliger sächsischer Innenminister und seit seinem politischen Ruhestand engagierter Akteur der zivilgesellschaftlichen Friedensarbeit. Bereits während seiner Zeit im Sächsischen Landtag engagierte er sich u. a. als Vorsitzender des Kuratoriums der Landeszentrale für politische Bildung für demokratische Teilhabe, Dialogkultur und politische Aufklärung – Themen, die sein späteres friedenspolitisches Engagement prägen sollten.

Nach seinem Ausscheiden aus der Landespolitik wandte sich Rasch verstärkt Projekten zu, die gesellschaftliche Verständigung fördern und Polarisierung abbauen. Er arbeitet in sächsischen Friedens- und Dialoginitiativen mit, unterstützt Formate politischer Bildung und wirbt für gewaltfreie Konfliktbearbeitung sowie Deeskalationsstrategien - eine Perspektive, die er mit seinen Erfahrungen aus der Friedlichen Revolution einerseits und knapp zwei Jahrzehnten politischer Auseinandersetzung und Gestaltung unter demokratischen Verhältnissen andererseits verbindet.

Ein zentraler Schwerpunkt seiner Arbeit ist die kommunikative Brücke zwischen staatlichen Institutionen und zivilgesellschaftlichen Akteuren: Rasch setzt sich dafür ein, Gesprächsräume zu öffnen und Vertrauen in demokratische Verfahren zu stärken. Er steht für eine pragmatische, alltagsnahe Friedenspolitik, die auf Verständigung statt Eskalation setzt.

Foto: (c) privat

FRIEDEN WAGEN, Muldental

Wir kommen aus dem Muldental bzw. Nordsachsen. Auf Initiative von Dr. Gerhard Gey, Landrat a. D. aus Grimma, Joe Böhme aus Leulitz sowie einigen Mitstreitern wurde die parteiunabhängige Initiative FRIEDEN WAGEN im Herbst 2023 ins Leben gerufen. Wir sind besorgte Eltern und Großeltern, welche in Anbetracht der allgemeinen kriegslüsternen Politik um die Zukunft unserer Kinder und Enkel bangen. Wir wollen den Gedanken des Friedens mit Liedern in die Herzen unserer Mitmenschen tragen. Auf unserem Weg haben wir andere Friedensinitiativen, regionale Akteure und Unterstützer gefunden. Wir freuen uns, dass wir nicht allein sind und mit unseren Friedenskonzerten in Kirchen und anderswo Menschen zum Aktiv-werden animieren und damit Hoffnung auf eine friedliche Zukunft verbreiten können.

Kontakt über Joe Böhme, Alter Gutshof 3, 04828 Bennewitz, OT Leulitz

info@friedenwagen.de

Foto: (c) privat

Friedensgebet Bärnsdorf

Seit Beginn des Ukrainekrieges treffen wir uns Woche für Woche 18 Uhr zum Friedensgebet in Bärnsdorf. Die Ukraine, das Leid der Menschen dort - auch der Soldaten auf beiden Seiten - bewegt uns. Es ist aber auch die Kriegssituation in anderen Teilen der Welt, die in den Gebeten eine Rolle spielt. Und auch die Situation unserer eigenen Gesellschaft in der Bundesrepublik bis hin zu unseren örtlichen und persönlichen Problemen ist immer wieder Gegenstand. Wir möchten, dass unsere Gesellschaft, die voller Angst und Unsicherheit ist, zum Frieden finden soll - und nicht durch Hass und Propaganda in Konfrontationen gestürzt wird.

Foto: (c) privat

Christoph Wonneberger

Bereits Anfang der 80er Jahre brachte er den Gedanken eines sozialen Friedensdienstes (SoFd) in die Debatte um den Militärdienst in der DDR ein und begleitete Wehrdienstverweigerer. Über den Gedanken des SoFd und damit in Zusammenhang stehenden Jugendtreffen, initiierte er Friedensgebete als feste Institution der Zusammenarbeit von allen Interessierten unter dem Dach der Kirche. Seit 1982 koordinierte er Friedensgebete in der Dreikönigskirche Dresden und später von 1986 bis Oktober 1989 in der Nikolaikirche Leipzig. Die Leipziger Friedensgebete waren ein wesentliches Element des gewaltfreien Widerstandes, welcher in die Friedliche Revolution in der ehemaligen DDR mündete. Christoph Wonneberger ist es zu verdanken, dass Friedens- und Menschenrechtsgruppen die Friedensgebete wesentlich mitgestalteten und die gesellschaftspolitischen Themen somit eine breite Öffentlichkeit erfuhren. Er erlitt am 30. Oktober 1989 einen Schlaganfall, der ihm jahrelang seine Sprache nahm.

Christoph Wonneberger engagiert sich auch heute noch nur für Freiheit, Gerechtigkeit, gewaltfreie Konfliktlösungen, Naturschutz und Menschenrechte. Ehrungen u.a.: Bundesverdienstkreuzes der BRD 1995, Ludwig-Beck-Preis für Zivilcourage der Landeshauptstadt Wiesbaden 2015, Dr. h.c. der Theologie der Youngnam Theolog. Universität in Deagu/Taegu – Korea 2015, Scheidegger Friedenspreis 2022.

Foto: (c) privat

Elke Witt,
Wittenberger Friedensbewegung

Gemeinsam mit der Wittenberger Friedens- und Bürgerrechtsbewegung um Pfarrer Friedrich Schorlemmer habe ich im September 1983 auf dem Lutherhof in Wittenberg ein Schwert zu einer Pflugschar umgeschmiedet. Dies war ein sehr öffentlichkeitswirksames Zeichen gegen das Wettrüsten in Ost und West und für mehr Bürgerrechte in der DDR und baute auf der von Pfarrer Harald Brettschneider initiierten Aktion „Schwerter zu Pflugscharen“ auf. Auch in der Folgezeit konnte ich im Wittenberger Kreis viele Aktionen für Frieden und Menschenrechte unterstützen. Die Bemühungen um friedliche Konfliktlösungen sind heute leider nötiger denn je. Dazu möchte ich etwas beitragen, denn es ist nach wie vor meine Überzeugung, dass es weit klügere Lösungen als Krieg gibt.

Ab 1990 war ich über 35 Jahre Leiterin für Tourismus in der Region Wittenberg-Dessau-Bitterfeld-Anhalt. - In der Friedensarbeit gibt es allerdings keinen Ruhestand.

Foto: (c) privat

Lutz Mükke
Sprecher der Schwerter-zu-Pflugscharen-Allianz

Lutz Mükke ist gelernter Intarsienschneider, Medienwissenschaftler, Experte für digitale Bildung, Journalist und Afrikanist. Als Reporter berichtete er aus zahlreichen Ländern Afrikas und internationalen Konfliktregionen. Als Buchautor analysiert er kritisch Medien, Auslandsberichterstattung und Propaganda. Er arbeitet als Afrika-Direktor bei einem weltweit führenden EdTech-Unternehmen und ist außerordentlicher Professor für Medien in internationalen Beziehungen an der National University Sudan. Mükke war Mitglied im Rundfunkrat der Deutschen Welle und gründete die Schwerter-zu-Pflugscharen-Allianz sowie die Friedensinitiative „Leipzig bleibt friedlich!“ federführend mit. 

Kontaktaufnahme & Presseanfragen: lutzmuekke@web.de

Foto: (c) privat



Regelwerk der Schwerter-zu-Pflugscharen-Allianz

Präambel 

Die „Schwerter-zu-Pflugscharen-Allianz“ (im Folgenden „Allianz“ genannt) wurde im Geiste der Friedensbewegung der 1980er Jahre gegründet. Die Allianz versteht sich als Plattform für den Austausch, die Vernetzung und gemeinsame Aktionen von Friedensgruppen, um eine gerechte, friedliche und solidarische Welt zu fördern.

I. Name und Sitz

Die Organisation trägt den Namen „Schwerter-zu-Pflugscharen-Allianz“.

Der Sitz der Allianz befindet sich in Leipzig, Deutschland, kann jedoch bei Bedarf an

einen anderen Ort verlegt werden.

 

II. Ziele und Aufgaben

Die Allianz verfolgt folgende Ziele, die sich auch im Klosterbucher Gründungsappell vom 21. September 2024 wieder finden:

  • Förderung einer globalen Friedenspolitik durch Dialog und Diplomatie.
  • Aufklärung von Propaganda, Militarisierung, Gewalt und Feindbildern
  • Aufbau von Netzwerken zwischen Friedensgruppen auf lokaler, regionaler und internationaler Ebene.
  • Unterstützung gewaltfreier Konfliktlösungen durch Mediation und Friedensdiplomatie.
  • Förderung von Abrüstung.
  • Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen von Krieg und Militarisierung.
  • Vertretung der Perspektiven von Friedensbewegungen in sicherheitspolitischen und geopolitischen Diskussionen.
     

III. Mitgliedschaft

Mitglieder: Mitglied der Allianz können alle Friedensinitiativen, Organisationen und Einzelpersonen werden, die die Ziele der Allianz unterstützen.

Beitritt: Der Beitritt erfolgt durch eine schriftliche Erklärung und die Zustimmung des Koordinationsrates zu jedem individuellen Antrag.

Rechte und Pflichten: Mitglieder haben das Recht, an allen Aktivitäten teilzunehmen, Vorschläge einzubringen und sich in Arbeitsgruppen zu engagieren. Sie verpflichten sich, die Ziele der Allianz aktiv zu fördern und deren Statut zu respektieren.

Beendigung der Mitgliedschaft: Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluss oder Auflösung der Organisation.

 

IV. Organe der Allianz
 

1. Vollversammlung

Die Vollversammlung ist das höchste Entscheidungsorgan der Allianz. Sie tritt mindestens einmal jährlich zusammen und beschließt über grundlegende Fragen und Strategien. Jede Mitgliedsorganisation hat eine Stimme.

2. Koordinationsrat

Der Koordinationsrat besteht aus sechs Vertretern von Mitgliedsorganisationen, die von der Vollversammlung gewählt werden. Er koordiniert die laufenden Aktivitäten, vertritt die Allianz nach außen und bereitet die Vollversammlung vor. Der Koordinierungsrat ist berechtigt zu hinterfragen, wenn sich neue Anhaltspunkte hinsichtlich Interessenkonflikten und Finanzierungen der Gruppe/Person ergeben.

3. Arbeitsgruppen

Zu spezifischen Themen können Arbeitsgruppen gebildet werden, die konkrete Projekte und Aktionen umsetzen.

 

V. Finanzierung

Die Allianz finanziert sich durch freiwillige Beiträge der Mitglieder, Spenden und projektbezogene Fördermittel. Die Mittel werden ausschließlich zur Verwirklichung der Ziele der Allianz verwendet.

 

VI. Öffentlichkeitsarbeit

Die Allianz informiert über ihre Aktivitäten und Positionen durch Publikationen, Veranstaltungen und digitale Kanäle. Die Allianz betreibt gemeinsam eine Website auf der Termine und Aktivitäten veröffentlicht werden und die als digitaler Ansprechort dient. Die Allianz tritt für eine offene und wahrhaftige Diskussionskultur ein und setzt sich auch intern gegen Propaganda und Feindbilder ein. Die Vollversammlung wählt eine(n) SprecherIn sowie eine(n) StellvertreterIn, die im Namen der Allianz auftreten dürfen.

 

VII. Auflösung der Allianz

Die Auflösung der Allianz kann nur durch die Vollversammlung mit einer Zweidrittelmehrheit beschlossen werden. Im Falle der Auflösung sind verbliebene Mittel gemeinnützigen Projekten im Bereich der Friedensförderung zuzuführen.

 

 

Appendix
 

Aufnahmekriterien für die „Schwerter-zu-Pflugscharen-Allianz“

Die Mitgliedschaft in der Allianz steht Organisationen, Gruppen und Einzelpersonen offen, die die Ziele der Allianz unterstützen. Um eine hohe Integrität und Effektivität der Allianz zu gewährleisten, gelten folgende Aufnahmekriterien:

I. Grundvoraussetzungen

1. Zustimmung zu den Zielen der Allianz:

Die BewerberInnen müssen die Prinzipien der Allianz anerkennen und aktiv zur Förderung der Ziele beitragen wollen.

2. Aktives Engagement für Frieden:

Es muss erkennbar sein, dass sich die BewerberInnen in ihrer bisherigen Arbeit glaubwürdig für Frieden, Abrüstung und zivile Konfliktlösungen einsetzen.

3. Ablehnung von Gewalt und Militarisierung:

BewerberInnen dürfen weder direkt noch indirekt Gewalt oder militärische Maßnahmen als legitimes Mittel zur Konfliktlösung unterstützen.

4. Unabhängigkeit:

BewerberInnen dürfen nicht in Abhängigkeit von politischen, wirtschaftlichen oder institutionellen Akteuren stehen, deren Interessen den Zielen der Allianz entgegenstehen.

 

II. Zusätzliche Kriterien für Gruppen und Organisationen

1. Transparenz und Nachvollziehbarkeit:

Die Struktur, Finanzierung und Aktivitäten der Gruppe oder Organisation müssen offen und nachvollziehbar sein.

2. Vermeidung von Interessenkonflikten:

Organisationen, die durch Akteure oder Institutionen finanziert oder direkt oder indirekt unterstützt werden, die aktiv Militarisierung oder Konflikte fördern, können nicht aufgenommen werden.

3. Kooperationsbereitschaft:

Die Gruppe oder Organisation muss bereit sein, mit anderen Mitgliedern der Allianz respektvoll und konstruktiv zusammenzuarbeiten.

 

III. Individuelle Mitgliedschaft

1. Nachweis von Engagement:

Einzelpersonen müssen überzeugend darlegen, dass sie sich aktiv und dauerhaft für die Ziele der Allianz einsetzen.

2. Reputation:

Einzelpersonen dürfen nicht durch Handlungen oder Äußerungen aufgefallen sein, die den Zielen der Allianz widersprechen.

 

IV. Flexibilität und Ablehnung

Ermessensspielraum des Koordinationsrats:

Der Koordinationsrat behält sich das Recht vor, Anträge auf Mitgliedschaft im Einzelfall abzulehnen, wenn Zweifel an der Übereinstimmung mit den Zielen oder Werten der Allianz bestehen. Ablehnungen bedürfen keiner Begründung, können jedoch auf Wunsch kurz erläutert werden, sofern dies nicht den Interessen der Allianz schadet.

Schutz vor Unterwanderung:

BewerberInnen, bei denen ein Verdacht auf Unterwanderung oder absichtliche Störung der Allianz besteht, werden nicht aufgenommen.

 

V. Aufnahmeverfahren

1. Schriftlicher Antrag:

Der Antragsteller reicht einen schriftlichen Antrag mit einer Darstellung der Ziele, Aktivitäten und Motivation ein.

2. Prüfung durch den Koordinationsrat:

Der Koordinationsrat prüft den Antrag auf Basis der oben genannten Kriterien und kann Rückfragen stellen oder ergänzende Informationen einfordern.

3. Beschluss:

Die Aufnahme erfolgt durch einen Zweidrittelmehrheitsbeschluss des Koordinationsrats. Jede Neuaufnahme wird allen Mitgliedern der Allianz mitgeteilt, der Aufnahmeantrag wird der Mitteilung angehängt.

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.